Diagnose Hirntumor!

OP Narbe

Wie lebt es sich mit einem Hirntumor?

Niemand wird es sich wirklich vorstellen können. Bei jedem sind die Auswirkungen von der OP, Chemotherapie oder Bestrahlung nach der Diagnose Hirntumor unterschiedlich. So unterschiedlich wie die Vielfalt an Hirntumoren die es gibt und die Behandlungsmöglichkeiten nach der Diagnose auf jeden einzelnen individuell abgestimmt werden müssen.

Als Hirntumor werden Tumore des zentralen Nervengewebes bezeichnet, die unterschiedliche Symptome hervorrufen können, aber nicht unbedingt auch müssen. Bei mir hat er sich erst bemerkbar gemacht als ich einen epileptischen Grand-Mal Anfall bekam und der Notarzt mich ins künstliche Koma legen musste da die verabreichte Dosis an Benzodiazepin, die als erste Massnahme bei solchen Krämpfen dient, nicht anschlug.

Hirntumor, meine Diagnose

Ich war 36 Jahre alt als ich meinem Hirntumor kennen lernen durfte. Den Tag vergesse ich nicht, Freitag der 13.April 2012, ein ganz normales Datum für mich bis dato. Jetzt ein leicht zu merkendes für mich als „Jahrestag“.

Nun gut, dieser Tag fing nicht wie alle anderen an, ich musste um 2.30 Uhr in der Früh aufstehen und mich auf den Weg zur Arbeit machen. Dazu muss man sagen das ich selbständig war und für verschiedene Auftraggeber tätig. Unter anderem hatte ich eigentlich noch zwei Maschinenverkleidungen in Wiesbaden zu montieren und die erste davon sollte beginnen.

Bevor ich allerdings richtig angefangen habe ging alles ganz schnell, das letzte was ich weiß war das ich mich nach einem Paket gebückt habe. Dann gingen die Lichter aus, wie man so schön sagt. Aufgewacht bin ich dann nachmittags in der Horst-Schmider-Klinik in Wiesbaden.

Es dauerte nicht lange und dann stand schon der Oberarzt vor mir und erklärte mir, kurz und schmerzlos, das ich eine inhomogene Raumforderung, sprich Hirntumor, habe. Sprich, da war was in meinem Kopf was da nicht sein sollte. Sie hätten bereits ein CT und MRT gemacht und man sollte doch schnellstmöglich operieren und sie könnten das in der kommenden Woche erledigen.

Ich war erstmal total geschockt, war überhaupt nicht in der Lage etwas dazu zu sagen. Ich musste das erst verarbeiten. Erstmal nach hause zu meiner Familie und ihr das erklären um dann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Denn 300 km von meiner Heimat kam eine OP nicht in Frage.

Nachdem wir uns im Internet über die Behandlungsmöglichkeiten bei einem Hirntumor und den Kliniken in unserer Umgebung ausgiebig informiert hatten bin ich zu dem Entschluss gekommen das das BKH Günzburg für mich die erste Wahl war. Und nach mehrmaligen Besuchen, Untersuchungen und Arztgesprächen stand der Termin für die OP am 03.05.2012 fest.

Biopsie vom Hirntumor

Die OP dauerte 11 Std. und verlief nicht ganz optimal da mein Hirntumor diffus infiltrierend ist. Nach der Biopsie teilte mir dann das Ergebnis mit: anaplastisches Oligodendrogliom WHO III. Er konnte somit nicht komplett entfernt werden und ein Rest von ca. 40% blieb mir erhalten.
Wer denkt das der Hirntumor alles gewesen ist täuscht sich, zusätzlich zum Resttumor habe ich noch eine Epilepsie und Spastik im rechten Bein erhalten.

Aber ich lebe noch! Und dafür bin dankbar.

 

In Friedlicher Koexistenz mit dem Hirntumor leben, aber wie?

Ich versuche dem Hirntumor zuerst mit positiver Energie zu Leibe zu rücken und bekämpfe ihn noch nicht mit Chemotherapie oder Bestrahlung, das ist die letzte Option die ich mir noch aufhebe falls er meint er müsste sich weiter in meinem Kopf ausbreiten. Auch sonst bin ich der Mensch der zu Alternativen Therapien greift und in Qi Gong, Weihrauchkapseln und mit einem Psychotherapeuten versucht in Koexistenz mit dem Hirntumor zu leben so lange wie es uns möglich ist.

Momentan versuche ich die Epilepsie in den Griff zu bekommen weil das mit den Tabletten von Anfang an nicht richtig funktionierte und ich hin und wieder Anfälle habe bin ich auf der Suche nach etwas natürlichem. Im Internet findet man ja viel von denen die „angeblich“ helfen und natürlich ist das auch bei jedem Menschen unterschiedlich. Aber die meisten sind dann wohl eher hinter dem Geld her, von dem ich übrigens eh nicht so viel habe, als das die Wirkung, sofern sie eine hat, den Preis gerechtfertigen kann. Und wenn ich dann in etwas investiere dann muss ich mir wirklich sicher sein das es für mich das richtige ist. Und ich bin momentan auf einem sehr guten Weg um das zu finden was ich suche.

Soviel erstmal zu mir, wenn Ihr Fragen habt dürft Ihr gerne einen Kommentar hinterlassen oder mich per Mail anschreiben.
Für eine Spende die mich unterstützt dürft ihr die Kaffeekasse benutzen.

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